Mühle Wetterscheidt
seit 1799
1799 erste urkundliche Erwähnung
Fertigstellung der Mühle 1807
Bis 1972 erwerbsmäßiger Betrieb
1996 und 2025 jeweils Instandsetzung von Mühlrad und Gerinne
MÜHLE

Die erste urkundliche Erwähnung des Mühlegeländes stammt aus dem Jahr 1799, als Tobias Heydenreich diese erworben hat. Diese historische Dokumentation bestätigt den Beginn der Mühle als bedeutenden Bestandteil der lokalen Wirtschaft und Gemeinschaft.

 

Im Jahr 1807 erfolgte die Fertigstellung des Mühlenbaues wie in ihrer heutigen Erscheinungsform zu sehen ist. Dieser Neuaufbau wurde von dem damaligen Eigentümer Tobias Heydenreich und seinem Sohn durchgeführt. Die Erbauer stammten aus dem benachbarten Neidschütz.

Die Bauarbeiten und die damit verbundenen Veränderungen sind auch durch die in der Hofinnenseite der Mühle eingearbeiteten Schriftzüge belegt. Diese Inschriften sind ein wertvolles Zeugnis für die Baugeschichte der Mühle und spiegeln die handwerkliche Sorgfalt sowie die Bedeutung dieses Bauabschnitts wider. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Mühle im frühen 20. Jahrhundert eine bedeutende Investition und Modernisierung erfuhr, die ihre Funktion und ihre formale Erscheinung bis heute prägt.

 

Zum Beispiel wurden moderne Walzenstühle, Getreidereinigungsmaschinen und eine Pneumatik nachgerüstet.

1799
1807
1831
1837
1846
1849
1850
1858
1903
1910
1916
1928
1972
1996
2025

1799

1799 erste urkundliche Erwähnung – Kauf des Anwesens durch Tobias Heydenreich aus Neidschütz

1807

Neuaufbau der Mühle durch Mauermeister Friedrich Schauer aus Neidschütz

1831

Übergang des Besitzen an Sohn Johann Christian Heydenreich

1837

Johann Carl Bachme und Ehefrau geb. Künzel | Ab 1837 folgten mehrer Besitzwechsel

1846

Carl Sieb

1849

Juliane Christiane Pufe (Witwe von Carl Sieb)

1850

Karl Friedrich Ed. Papst und Ehefrau geb. Troeger

1858

Ökonom Romanus Gustav Keubler

1903

1903 erfolgte der Bau eines weiteren Gebäudes an der Mühle (heutiges Wohngebäude). Im Gebäude wurde das Institut für Landwirtschaft und Gartenbau betrieben mit der Nebenbezeichnung „Erziehungsanstalt für Jünglinge höhere Stände

1910

1910 – 1916 führte Direktor Karl Ebeling das Institut in gleicher Weise weiter

1916

1916 erwarb der Wetterscheidter Landwirt Paul August Zinn das Anwesen. Nach dem Tod von P.A. Zinn ging das Anwesen in Besitz dessen Witwe und deren Kinder in Erbengemeinschaft

1928

1928 erwarb Landwirt und Müller Paul Kühn aus Saubach das Mühlenanwesen. Der Mühlenbetrieb wurde gemeinsam mit seinem Sohn Kurt Kühn der ebenfalls die Meisterprüfung als Müller ablegte geführt

1972

Bis 1972 wurde in der Mühle erwerbsmäßig gemahlen. Seither wurde die Technik in ihrem Bestand erhalten aber nur sporadisch genutzt. Das Anwesen befindet sich im Besitz von Helmut und Ronald Kühn, Kinder des letzten aktiven Müllers Kurt Kühn

1996

erfolgte die letzte Sanierung/ Neuaufbau des Mühlrades inklusive Welle und Gerinne

2025

2025 Instandsetzung von Mühlrad und Gerinne. Auf den Anwesen leben die Kinder Enkelkinder und Urenkelkinder des letzten Müllers Kurt Kühn. Der Erhalt des denkmalgeschützen Objektes ist der Antrieb der Eigentümer und Mitbewohner des Anwesens